Argumentation

Beim Argumentieren versuchst du den Leser, den deinen Vortrag hörenden zu überzeugen. Du stellst Thesen auf, also Behauptungen, die durch Argumente (Begründungen) zu stützen versuchst.

Argumente können sein:

  • Tatsachen
  • allgemeine Grundsätze
  • Expertenmeinungen
  • eigene Erlebnisse
  • fremde Erlebnisse.

Die Argumente und ihre Überzeugungskraft sind dafür verantwortlich, dass deine These glaubhaft wirkt und du überzeugend bist.

1. So schreibt man die Einleitung einer Argumentation

  • Eine Einleitung darf niemals zu lang werden. Eine halbe Seite ist hierbei die höchste Vorgabe. Am idealsten sind zwei bis drei Sätze.
  • Die Einleitung einer Argumentation soll als Übersichtssatz mit den wichtigsten Informationen den ersten Gesamteindruck geben. Sie stellt das Thema kurz vor, indem die sogenannten W-Fragen beantwortet werden, also unter anderem worum es sich im beiliegenden Text handelt (Definition des Themas) und wann bzw. wo es erschienen ist. Es soll darüber hinaus auf die Bedeutung der Problematik aufmerksam gemacht werden.
  • Wichtige Informationen sind zudem auch der Name des Autors und des Titels, die auf keinen Fall fehlen dürfen, wenn vorhanden.
  • Auch soll die Einleitung ein bisschen Neugier erwecken und womöglich auch zeigen, warum das Thema interessant sein kann.
  • Gerne können auch schon in der Einleitung ein bis zwei Statistiken zitiert werden – jedoch nicht übertreiben und lang ziehen.
  • Die Einleitung soll als Hinführung zum Thema bzw. zur Fragestellung – wie sie in der Überschrift formuliert wurde – gelten. Dies kann geschafft werden, indem Sie beispielsweise entweder an einem aktuellen Anlass, an eigener Erfahrung, an einer Studie oder an einem geschichtlichen Hintergrund anknüpfen.
  • Am Ende der Einleitung ist es immer besonders gut, den Widerspruch, welcher sich in der jeweiligen Fragestellung befindet, herauszuarbeiten und kurz zu erwähnen, bis Sie dann schließlich mit der eigentlichen Argumentation anfangen können.
  • Auch kann kurz die geplante Vorgehensweise erläutert werden.

In einer Einleitung darf niemals zu einem Ergebnis gekommen werden. Sogar falls man schon eine Meinung zum jeweiligen Thema gebildet hat: Das Ergebnis hat mit der Einleitung nichts zu tun und gehört in den Schluss – nicht nur aus dem Grund, dass sich die Meinung sehr oft während des Schreibens ändert. So ist die Vorwegnahme Ihres eigenen Standpunktes strengstens untersagt.

2. So wird der Hauptteil gestaltet

Sammele möglichst viel – und überzeugende – Argumente. Verbinde die einzelnen Argumente mit Überleitungssätzen, sodass eine geschlossene, überzeugende und schlüssige Argumentation daraus entsteht.

  • Formuliere verständlich und stelle den Sachverhalt, um den es geht, möglichst objektiv dar. Verfasse den Hauptteil deiner Argumentation in einem sachlichen und angemessenen Stil.
  • Beginne mit dem schwächsten Argument!
  • Steigere deine weiteren Argumente so, dass sie stärker und überzeugender werden.
  • Jedes einzelne Argument muss durch Fakten belegt. Mit Beispielen und Erfahrungsberichten oder auch Expertenmeinungen kann man den Argumenten den nötigen Nachdruck verleihen und sie veranschaulichen. Achte darauf, dass sich die von dir aufgeführten Argumente nicht widersprechen.
  • Argumentiere lebendig – das weckt das Interesse der Leser (oder Zuhörer). Formuliere abwechslungsreich – wähle für die verschiedenen Argumente auch immer andere und treffende Satzanfänge. Das wichtigste Argument sollte man sich bis zum Ende aufheben – denn das, was zuletzt gehört oder gelesen wird, bleibt immer am nachhaltigsten in Erinnerung.
  • Nach dem stärksten Argument folgt noch ein Überleitungssatz zum Schluss.

3. Der Schluss

  • Der Schluss einer Argumentation besteht aus einem Fazit, einer Zusammenfassung. Hier werden die im Hauptteil genannten Argumente noch einmal zusammengefasst, ohne das hier sie noch einmal sprachlich wiederholt werden. Das würde den Leser langweilen.
  • Der zweite Teil des Schlusses deiner Argumentation beinhaltet deine eigene Meinung. Hier kannst du aus deiner Sicht den Sachverhalt darstellen und was dich zu dem Thema deiner Argumentation bewegt. Wichtig, begründe deine persönliche Stellungnahme!

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