Verkoppelungsreceß

§11

Theilungs-Maßstab

Zur Auseinandersetzung der Abfindung für die Schäferei des Guts Adelebsen zwischen dem Stabherrn und den Untertriftsberechtigten, zur Vertheilung der der Genossenschaft der Weideberechtigten zu Wibbecke nach §10 und für das Untertriftsrecht zugefallenen Abfindung unter die einzelnen Weideberechtigten sowie zur Auseinandersetzung der nicht zur Weidemasse gehörenden, bisher gemeinschaftlich genutzten Grundstücke unter die Reiheberechtigten ist nach Protocoll vom 7. Juni 1866 folgender General- und Specialtheilungs- Maßstab.

1. Diejenigen Grundstücke, welche bisher durch Vertheilung der Aufkünfte genutzt sind als der sogenannte Kampenhof und der von der Katzigwiese, dem neuen Anger und dem großen Platze, auf die Mähenutzung fallende Theil wurde unter die Berechtigten derart vertheilt, daß jeder Ackerhof, jede Kotstelle und die Schule, je einen vollen Antheil, jede freie Stelle aber einen halben Antheil erhält.

2. Der von den Hirtengrundstücken No. 577 bis 580 der Karte auf das privative Eigenthum fallende Betrag kommt so zur Vertheilung, das davon jeder Ackerhof, jeder Kothof und die Schule, einen vollen Theil, jede freie Stelle und Anbauerstelle aber einen halben Theil erhält.

3. Die Abfindung für die Schäfereiberechtigung des von Adelebsenschen Guts kommt unter solches und die Untertriftsberechtigten zu Wibbecke so zur Vertheilung, das davon erhalten, die Untertriftsberechtigten 1/4 und das Gut als Stabberechtigter 3/4. Bei Vereinbarung dieser Abfindung ist besondere Rücksicht darauf genommen, daß die Wibbecker Gemeinheits-Interessenten berechtigt waren, ihre Schafe während der Herbst- und Winterzeit, wenn die Gutsherde nicht in den Hürden lag, auf die Winterweide vor Wibbecke zu bringen.

4. Die Abfindung der Weideberechtigten zu Wibbecke von den gemeinschaftlichen Weiden und Weidenaequivalenten, mit Einschluß der Abfindung der Untertriftsberechtigung wird dann folgend ertheilt. Es wurde davon zu gemeinsamen Anlagen vorab genommen

a) zur Anlage eines Begräbnisplatzes 1 Mg 9. Classe = 66 Thaler

b) zur Anlage einer Lehmgrube 1 Mg 9. Classe = 66 Thaler

c) zur Anlage von Flachsrotten eine Fläche von 90 QR (nach der Eintheilung = 31,50 Thaler Capitalwerth haltend).

Der nach Abzug dieser Beträge verbleibende Rest wird unter die berechtigten Reihestellen so vertheilt, daß das die eine Hälfte auf die Reihestellen zur Vertheilung kommt und davon jeder Ackerhof, jeder Kothof und die Schule, einen vollen Theil, jede Freie- und jede Anbauerstelle einen halben Theil erhält.

Die andere Hälfte kommt unter die Berechtigtenstellen nach dem Verhältnis des zu den selben gehörenden Grundbesitzes an Gärten, Ackerland und Wiesen (mit Einschluß des in auswärtigen Feldmarken belegenen Besitzes) zur Vertheilung. Der zu jedem der berechtigten

Stellen zugehörige Besitz ist nach dem Protokolle vom 25 Juli 1866 festgestellt und anerkannt.

Hierbei bedarf es besonders der Erwähnung das den beiden Anbauerstellen des Ernst Becker und des Forstaufsehers Engelbrecht, obwohl den selben ein bestimmtes Weiderecht nicht zustand, die nach dem vorstehenden sich ergebene Abfindung zugestanden ist.

 

§12

Folge: Einrichtungen und Berücksichtigung des polizeilichen Interesses dabei

Die im Bereiche des Theilungs- und Verkoppelungs-Objectes erforderlich gewordenen Wege, Triften und Gräben sind unter Angabe der Breiten in dem dieser Urkunde angehängten Vertheilungs-Register, einzeln aufgeführt.

Behuf Einrichtung der selben ist unter Zuziehung der Bevollmächtigten der Grundbesitzer ein Project bearbeitet, welches unterm 6. Juli 1866

der königlichen Wegbauinspection Göttingen,

den Feldmarksgenossen

den Mitgliedern der politischen Gemeinde Wibbecke und

den Vorstehern der angrenzenden Gemeinden

sowie unterm 21. Juli 1866 dem königlichen Amte Uslar vorgelegt und diesen für angemessen und genügend erachtet ist.

Das Project ist darauf mittelst Berichts vom 23. Juli 1866 der königlichen Landdrostei zu Hildesheim vorgelegt und durch Rescript vom 1. August 1866 genehmigt.

Ein Verzeichnis von den, resp. beibehaltenen Wegen ist dem königlichen Amte Uslar mitgetheilt und von solchem die Feststellung der Gemeinde-Wege seitens der politischen Gemeinde Wibbecke bewirkt.

Laut Schreibens des königlichen Amtes vom 15 April 1867 sind danach als Gemeinde-Wege bestimmt:

1. die Wege im Dorfe Wibbecke No. 33 der Karte

2. der Weg am Dorfe No. 33a der Karte

3. der Weg von Wibbecke nach Adelebsen No. 40 der Karte

4. der Weg an der Adelebser Hecke No. 71 der Karte als Fußweg nach Adelebsen

5. der Fußweg von Barterode nach Adelebsen No. 81 der Karte

6. der Weg überm Lindenhofe No. der Karte

7. der Weg am kleinen Hägeholze No. 124 der Karte, als Holzabfuhrweg

8. der Weg hinterm Schloope No. 125 der Karte als Fußweg nach Barterode

9. die Wege daselbst No. 128 und 138 der Karte als Holzabfuhrwege

10. der Weg von Wibbecke nach Barterode No. 129 der Karte

11. die Wege No. 136 und 141 der Karte auf der kleinen Karte, als Holzabfuhrwege

12. der Weg No. 140 der Karte zwischen der kleinen Breite und dem großen Hägeholze

13. der Weg zwischen der kleinen Breite und dem kleinen Hägeholze, No. 42 der Karte, als Holzabfuhrweg

15. der Weg No. 145 von den Kortjen im faulen Winkel als Holzabfuhrweg

16. der Weg zwischen dem großen Hägeholze und der großen Breite No. 148 der Karte

17 der sogenannte Kortjenweg No. 154 der Karte als Nebenverbindungsweg zwischen Erbsen und Barterode

18. der Göttinger Weg No. 174 der Karte

19. der Weg von der Erbser Feldmark über das Osterholz nach dem Göttinger Wege No. 178 der Karte

20. der Weg No. 191 hinter dem Dorfe

21. der Weg von Wibbecke nach dem Casserode und in der Schlunk hinunter bis zum Adelebser-Erbser Wege No. 193 der Karte als Fußweg von Wibbecke nach Erbsen

22. der Weg von Wibbecke nach Lödingsen No. 194 der Karte

23. der Weg 202 hinterm Schwetzerott und

24. der Weg von Erbsen nach Adelebsen No. 205 der Karte, während

25. der anfangs zum öffentlichen Wege erklärte Weg No. 223 der Karte vom Bärenthale nach den Haidäckern und zu Adelebsen (…) Landstraße später durch Beschluß der politischen Gemeinde Wibbecke aufgegeben ist.

Alle übrigen Wege sind Privatwege der Theilungsinteressenten.

Bei der Anlage der Wege sind auch die Wege im Dorfe Wibbecke soweit solches zur Herstellung eines ungestörten Verkehrs erforderlich und zweckmäßig war theilweise erbreitert und für die dazu von einzelnen Betheiligten abgetretenen Flächen aus der Masse entsprechende Entschädigung geleistet; auch ist von den Eigenthümern der Genossenschaftsforsten von Wibbecke den Feldmarksgenossen eine Fläche von 1 Mg dafür entschädigt, das die Wege im großen und kleinen Hegeholze aufgehoben und dafür auf den Grenzen dieser Forsten neue Wege hergerichtet sind, wie solches die Auseinandersetzungsberechnung des nähern nachweiset.

Das zur Anlage der sämmtlichen Wege und Gräben Terrain ist, nachdem darauf der Betrag der alten Wegemasse gutgerechnet, von den Betheiligten nach Maßgabe der ihnen gebührenden Abfindungen aufgebracht.

Die in Folge der Erbreiterung der Dorfswege nothwendig gewordenen Umsetzung von Befriedigungen und die Wegnahme von Bäumen ist den betreffenden Interessenten durch Geldzahlung entschädigt. die Entschädigungssumme ist durch den dazu als Sachverständigen erwählten

Achtsmann Teuteberg aus Barterode ermittelt.

Außer den im Vertheilungs-Register – Anlage A. zum Receß – aufgeführten Wegen und Gräben ist nachträglich auf Antrag des Freien Brennecke, Litt. r. zu Wibbecke noch eine 1 1/2 Ruthen breite Trift zu dessen Koppel auf der Lerchenbreite, No. 170 der Karte angelegt. Die Trift führt an der Erbser Feldmarksgrenze vom sogenannten Göttinger Wege No. 174 der Karte über die Koppel No. 171 der Karte des Ackermann Bartram zu Wibbecke, hält nach der Berechnung auf der Karte 10 QR mit einem Capitalwerthe von 5 Thalern (9 QR 9. Classe und 1 QR 15. Classe) und ist auf der Karte mit einer punktierten Linie angegeben. Ackermann Bartram hat für diese nachthräglich abgesetzte Fläche, bezüglich derer eine Bemerkung im Vertheilungs-Register gemacht ist, Entschädigung durch Zahlung des entsprechenden Capitalwerth erhalten (§17 pos. 3 nachstehend).

Dagegen sind von den im Vertheilungs-Register bezeichneten Wegen nachträglich auf einstimmigen Beschluß der Betheiligten aufgehoben:

a) die letztere Strecke des Weges No. 223 der Karte in den Haidäckern und zwar von dem Punkte an, wo die Lödingser Feldmarksgrenze von Süden her an den Weg tritt, bis zur Uslar – Bovender Landstraße.

b) der Weg No. 181 der Karte hinterm Schwetzerott zwischen Möhle’n und Brennecke’n Koppel und

c) der Weg No. 176 der Karte von Bartrams Koppel auf dem Lehmhöbbel.

Die aufgehobenen Wegeflächen sind den Besitzern der angrenzenden Koppeln gegen Zahlung des geschätzten Capitalwerths zu Eigenthum überlassen und zwar hat erhalten

1. das Gut Adelebsen Litt. v A vom Wege No. 223 an die Koppeln 263 und 265 =

2 Mg 13,5 QR = 163,79 Thaler Capitalwerth

2. Ackermann Möhle Litt. f vom Wege 181 die Hälfte der Breite an Koppel No. 201 mit

38 QR = 38,19 Thaler Werth.

3. Freier Brennecke, Litt. r die andere Hälfte der Breite des Weges No. 181 mit

39 QR = 39,37 Thaler Werth

im Anschluß an Koppel No. 180 und

4. Ackermann Bartram den Weg No. 176 im Anschluß an die Koppel No. 175 mit

13 QR = 1,98 Thaler Werth.

 

§13

Nachweisung der ganzen zum Umsatz gelangenden Flächen

Nach §4 dieses Recesses, sowie nach dem Vermessungs- und Taxations-Register No. act. 344 und 346 betrug die Gesamtmasse des Verkoppelungs-Objectes incl. des hier mit zur Auseinandersetzung gelangenden Theils der Feldmark Adelebsen

1712 Mg 109,5 QR = 134302,40 Thaler.

An diesem Gesamtbetrage gehen folgende Veränderungen vor:

a) die nach Absatz des Weideaequivalentes verbleibenden Besitzungen der nachfolgenden Interessenten aus Lödingsen

Tabelle 5:

Name Littera Mg QR Thaler Capitalen
Fr. Philipp vk 1 Mg 4,5 QR = 103,91
Hr. Wellhausen bl 2 Mg 20,0 QR = 288,47
W. Wellhausen bm 1 Mg 90,2 QR = 190,30
Hr. Witthuhn’s Erben bn 6 Mg 55,5 QR = 83,76
v. Adelebsen,  
(Pächter Buhre) bi 1 Mg 0,2 QR = 14,87
die Abfindung der Weideberechtigten zu Lödingsen – Mg 67,3 QR = 11,63
in allem   12 Mg 117,7 QR = 692,94

 

 

 

werden an die Lödingser Verkoppelungs-Masse abgegeben, dagegen aber werden

b) die Abfindungen Wibbecker Interessenten aus der Lödingser Verkoppelung als

Tabelle 6:

Name Litt Mg QR Thaler Rentw.
des Schneider Becker x = – Mg 54,6 QR = 0,919 Thaler Rentw.
des v. Adelebsen, Pächter  
Ludolf cl = 5 Mg 3 9,1 QR = 54,582 “ “
des v. Adelebsen, Pächter  
Dietrich c = 2 Mg 33,9 QR = 11,460 “ “
des v. Adelebsen, Pächter  
Nörtemann b = 9 Mg 44,1 QR = 66,300 “ “
des W. Nörtemann sen. n = 1 Mg 21 QR = 5,172 “ “
des W. Möhle f = 10 Mg 97,1 QR = 75,288 “ “
des Witthuhn nc Winter g = 4 Mg 90,0 QR = 37,480 “ “
des v. Adelebsen, Pächter  
Teuteberg a = 3 Mg 118,9 QR = 27,377 “ “
des Hr. Teuteberg e = 3 Mg 22,6 QR = 25,437 “ “
des W. Schrebe Erben ci = – Mg 119,4 QR = 3,356 “ “
des W. Klinge i = 3 Mg 49,0 QR = 26,607 “ “
des Hr. Friedrichs zu  
Lödingsen bo = – Mg 100,1 QR = 5,701 “ “
der Weideberechtigten  
zu Wibbecke = 2 Mg 18,0 QR = 9, “ Rentw.
in Allem   = 48 Mg 88,7 QR = 329,478 Thaler Rentw

 

 

 

von der Lödingser an die Wibbecker Verkoppelungsmasse herausgeben und hir bei die Grenzen zwischen den beiden Feldmarken vor Lödingsen und Wibbecke begradigt.

Es wurde auf diese Weise von Wibbecke an

Lödingsen 17 Mg 116,- QR = 435,20 Thaler

Dagegen von Lödingsen an

Wibbecke 53 Mg 8,5 QR = 5709,33 Thaler

herausgegeben.

c) Der inmitten der Feldmark Wibbecke belegene Forstort „breite Hecke“ ad 7 Mg 84 QR = 138,60 Thaler wird verlegt und den Hegehölzern angeschlossen.

Die Ausgleichung geschieht ohne Rücksicht auf Bonität nur nach Fläche, jedoch wird, wie schon im vorigen Paragraphen bemerkt, für die Aufhebung der Wege in der Forst von dieser 1 Morgen an die Feldmark abgegeben und dafür auf den Grenzen der Forsten neue Wege hergerichtet. Es kommt hirdurch mithin dem Gesammt-Objecte 1 Morgen an Fläche hinzu. Dadurch, daß die Ausgleichung nur nach Fläche geschieht, entsteht an dem Objecte jedoch ein Ausfall in der Bonität von 57,27 Thaler.

Die über diese Veränderungen aufstellten Berechnungen vom 15 Juni 1866 und 13 Juli 1866 sind den Betheiligten vorgelegt und von den selben anerkannt. Das Project über die Verlegung der breiten Hecke und die Regulierung der Forstgrenzen ist nach erfolgter Zustimmung der königlichen Forstinspection Uslar von der königlichen Landdrostei Hildesheim laut Rescript vom 4 August 1866 genehmigt. (conf. §18 No. 6)

Hirnach gestaltet sich der Total. Betrag des Theilungs- und Verkoppelungs-Objectes auf 1749 Mg 2 QR = 139519,26 Thaler.

Die specielle Nachweisung der einzelnen Beträge in den verschiedenen Bodenarten und Classen findet sich pag. 9 – 14 der Auseinandersetzungsberechnung, auf welche hier bezug genommen wird.

§14

Nachweisung der Theilungsmasse

Die zur Theilungs gelangende Masse an gemeinschaftlichen Grundstücken, Weiden und Weideaequivalenten beträgt, einschließlich der Weideaequivalente aus den Feldmarken Lödingsen, Barterode und Adelebsen, auf den Papendiesks-, Morast- und Teichbrücken, Wiesen

an Gartenland…………………….18 Mg = 27,00 Thaler

an Ackerland………………………48 Mg 107,2 ©R = 3467,72 Thaler

an Wiesenboden………………….14 Mg 118,5 ©R = 1222,80 Thaler

an Angerboden……………………23 Mg 20,0 ©R = 555,21 Thaler

an Forstgrund…………………..136 Mg 112,2 QR = 2538,85 Thaler

in Allem .224 Mg 15,9 QR = 7811,58 Thaler

Von diesem Gesammtbetrage erhalten zunächst die auswärtigen Weideberechtigten, die in den §10 – 11 dieses Recesses nachgewiesenen Beträge, so daß zur eigentlichen Specialtheilung unter die Berechtigten zu Wibbecke verbleiben

a) die früher durch Vertheilung der Aufkünfte genutzten Grundstücke

ad 10 Mg 72,9 QR = 712,79 Thaler

b) die Hirtengrundstücke -Mg 80,4 QR = 56,30 Thaler

c) die Abfindung der Weide-berechtigten zu Wibbecke von den gemeinschaftlichen Weiden und Weideaequivalenten mit Einschluß der Abfindung für das Untertriftsrechts

87 Mg 87,2 QR = 2852,47 Thaler

in Allem 99 Mg 0,5 QR = 3621,56 Thaler.

Ehe diese Masse jedoch nach dem verglichenen Vertheilungs-Maßstabe zur Auseinandersetzung gelangt, sind davon die nach §11 pos. 4 dieses Recesses und der Auseinandersetzungsberechnung pag. 42 bezeichneten zu gemeinsamen Anlagen vorbehaltenen Flächen ad 2 Mg 90 QR = 163,50 Thaler in Absatz gebracht, so daß zur Theilung noch verbleiben 96 Mg 30,5 QR = 3458,06 Thaler.

Nachträglich ist von dem Steinhauer Engelhardt zu Adelebsen Litt. az. der Anger bei dessen Steinkuhle No. 1127 der Karte ad. 13. Classe 64 QR = 9,60 Thaler als Eigenthum in Anspruch genommen und ist dieser Anspruch von den Betheiligten zugestanden. Die danach an den Abfindungen der einzelnen Berechtigten sich herausstellenden Aenderungen sind in dem Nachtrage der Auseinandersetzungsberechung speciell nachgewiesen.

 

§15

Nachweisung der einem jeden Betheiligten gebührenden Abfindung

Die einem jeden Betheiligten aus der in Frage stehenden Theilung und Verdoppelung gebührende Abfindung ergibt sich aus der Auseinandersetzungsberechung und Nachtrage dazu und weiset die Zusammenstellung am Schlusse des Nachtrags pag. 127 – 131, die einem jedem Betheiligten gebührende Abfindung ’nach.

Die Auseinandersetzungsberechung, sowie der Nachtrag zu derselben sind den Betheiligten vorgelegt und von den selben als richtig anerkannt.

§16

Werthliche Eintheilung

Nachdem die Betheiligten auf die Zuziehung eines Landwirtschaftskundigen bei Bearbeitung des Eintheilungs-Entwurfs verzichtet hatten, sind die projectierten Abfindungen den ersteren vorgelegt und ist mit den selben über deren Annahme verhandelt.

Nach Ausführung der bei diesen Verhandlungen verabredeten Abänderungen ist dann das Project von allen Betheiligten, jedoch mit Ausnahme des Kotsassen Ludwig Schulze, Litt. m, des Meier-Dannenberg in Adelebsen, Litt. ac., des Markus Oppenheim in Adelebsen, Litt. at. und des August Friedrichs in Erbsen, Litt. bt. angenommen und haben, nach dem sämmtliche Betheiligten zuvor mit den gesetzlichen Folgen der eigenmächtigen Besitzergreifung bekannt gemacht worden (?), die selben mit Ausnahme der genannten vier Interessenten die für sie projectierten Abfindungen in vorläufigen Besitz und Nutzung genommen, nachdem die selben sich gegenseitig das Reclamationsrecht vorbehalten resp. zugestanden hatten.

Später hat der Kaufmann Meier-Dannenberg seine Beschwerde zurückgenommen und ist in den Besitz der neuen Abfindung getreten.

Den übrigen drei Interessenten

Ludwig Schulze

Markus Oppenheim

August Friedrichs

sind vorläufig ihre alten Besitzungen belassen, dem letzteren jedoch die alte Wiese und sind diejenigen der übrigen Interessenten, welche solche oder aber Theile der selben in ihre Abfindungen erhielten, für den Ausfall der Nutzung dieser Flächen bis zur Überweisung der Abfindungen von der gemeinschaftlichen Verkoppelungs-Masse entschädigt, wie in §26 dieser Urkunde nachgewiesen wird.

Nach dem später der Kötner Schulze seine Beschwerde zurück genommen hat und zur Herbstbestellung im Jahre 1867 in den vorläufigen Besitz seiner Abfindungen getreten ist, haben die bei Publication des Recesses wegen Ortslage der Abfindungen (…) vorgelegten Beschwerden

1. des Köthner Friedrichs zu Erbsen, Litt. bt.

2. des Heinrich Friedrichs zu Lödingsen, Litt. bc.

3. des Markus Oppenheim zu Adelebsen, Litt. at

4. Freier Brennecke zu Wibbecke, Litt. r

u. 5. Lehrer Herbst zu Wibbecke, Litt. cc

theils im gesetzlichen Wege, theils durch Vergleich ihre Erledigung gefunden.

Auf der bei Publication des Recesses erhobene Anspruch verschiedener Betheiligter zu Barterode, betreffend Wegeberechtigung nach Grundstücken im Barteroder Felde, ist vergleichsweise erledigt.

Die Eintheilung, welche durch die Karte und das Vertheilungs-Register nachgewiesen wird, ist der vorschriftsmäßigen Prüfung in geometrischer und arithmetischer Beziehung unterzogen und dadurch deren Richtigkeit erwiesen.