Verkoppelungsreceß

§ 7

Darlegung der bei der Auseinandersetzung zu berücksichtigenden Nutzungsrechte

A. Auf den zur Auseinandersetzung kommenden Grundflächen fanden die nachstehend dargelegten Nutzungen statt:

1. Das Gartenland, welches sämtlich weidefrei war wurde nur zum Fruchtbau benutzt.

2. Das Ackerland war theils weidefrei theils weidepflichtig. Das weidefrei Ackerland wurde nur zum Frucht- und Körnerbau genutzt, das weidepflichtige Ackerland jedoch außerdem in der Stoppel und Brache behütet. Dabei stand den Kühen und Schweinen der Weideberechtigten zu Wibbecke in der Stoppel eine dreitägige Vorhude zu.

3. Von den Wiesen waren:

a. Möhle ’s-, Klinge ’s-, Nörtemann ’s und Ludolf’s Wiesen unterm Dorfe weidefrei.

b. die Wiesen:

in der Flüte, die Katzig- u. Klueswiese waren zweischürig und unterlagen der Weide vom 15 September bis zum 1 Mai jeden Jahrs.

c. der Pfingstanger wurde ebenso gehütet, jedoch waren die Reiheleute zu Wibbecke auch an den drei Pfingsttagen zur Ausübung der Weide mit dem Zugviehe, berechtigt.

d. die Wiesen im Bärenthal waren zweischürig und von Michaeli bis Liebenfrauentag der Hütung unterworfen.

e. die Wiesen:

der neue Anger und der große Platz waren einschürig, lagen vom 1. Mai bis durchschnittlich den 1. September in Zuschlag und waren die übrige Zeit zur Weide offen.

4. Die Aenger und die von Adelebsen’schen wüsten Forstorte, sowie der wüste Forstort „kleine Kuhberg“ dessen Forsteigenthum, wie sich erst nachträglich herausgestellt hat, den Forstgenossen zu Barterode zusteht, waren das ganze Jahr zur Weide offen.

5. Zur Weide auf den sämtlichen vorstehend angegebenen weidepflichtigen Grundstücken während der bezeichneten Weidezeiten waren zunächst und hauptsächlich die Weideberechtigten zu Wibbecke mit den Kühen, Schweinen und Gänsen und das Gut zu Adelebsen mit den Schafen berechtigt, jedoch waren zur Koppelhude auf einzelnen Revieren außerdem befugt:

a. das von Adelebsen’sch Gut zu Adelebsen mit den Kühen,

b. die Weideberechtigten der Fleckensgemeinde Adelebsen mit Rindvieh und Schweinen,

c. die Weideberechtigten zu Lödingsen und die Schäfereibesitzer daselbst mit sämmtlichem Viehe,

d. das Gut und die Weideberechtigten zu Erbsen gleichfalls mit allem Vieh und

e. die Genossenschaft der Weideberechtigten zu Barterode theils allein mit den Schafen, theils auch mit dem Rindvieh

Die Reviere, worauf diese verschiedenen Koppelhude-Berechtigungen ausgeübt wurden, die darin belegenen Grundstücke und die Weiderechte der verschiedenen Genossenschaften sind in dem Register der Weidereviere ausführlich angegeben und wird hier zur Vermeidung von Wiederholungen auf dies Actenstück bezug genommen.

B. Außer diesen Weiderechten innerhalb des Theilungs-Objects sind noch die nachstehenden Weiderechte in fremden Feldmarken und auf den von der Verkoppelung ausgeschlossenen Grundstücken, welche aufgehoben und wofür die Abfindungen durch Grenzregulierung-Compensation und Ausgleichung zur vorliegenden Theilung und Verkoppelung gegangen sind, zu berücksichtigen, als:

1. das Recht der Genossenschaft der Weideberechtigten zu Wibbecke und der von Adelebsen’schen Gutsschäferei zur Koppelhude mit den Barteroder Herden auf einer Fläche von 276 Mg. 115 QR Ackerland in der Barteroder Feldmark und zwar im Sählerfelde, bestehend aus

Tabelle 3:

laufende Nummer 1 bis 23 incl. Fol. 200 bis 203
120 bis 173 218 bis 225
6 bis 3 227 bis 228
60 bis 74 235 bis 237
80 bis 101 238 bis 240
1 bis 37 256 bis 260

 

 

 

 

Des Ueberschlagungs-Manuals von der Feldmark Barterode, den letztbezeichneten Stücken jedoch nur theilweise.

2. Das Recht der Weideberechtigten zu Wibbecke und der von Adelebsen’sche Gutsschäferei, soweit sie nach Wibbecke zu rechnen ist, zur Koppelweide auf einem, im Recesse über die Theilung und Verkoppelung von Lödingsen näher bezeichneten Theile der Feldmark Lödingsen.

3. Das Recht der Weideberechtigten zu Wibbecke zur Weide in den Morast- und Papendieks-Wiesen, welches in dem Recesse über die Verkoppelung dieser und der Teichbrücken-Wiesen näher bezeichnet ist.

4. Das Recht derselben zur Koppelhude auf den in der Feldmark des Guts Adelebsen belegenen Gutskämpen am Klusberge, welches in dem Recesse über die Aufhebung von Weiderechten in den Feldmarken und Forsten des Guts und Fleckens Adelebsen näher ausgeführt ist.

5. Das Recht derselben zur Weide auf der in der Feldmark des Guts Adelebsen belegenen Trift über den Papendieks-Wiesen welches gemeinschaftlich mit den Weideberechtigten zu Adelebsen und dem Gute Adelebsen ausgeübt wurde.

Mit diesem Recht ist das letzt Weiderecht der Wibbecker beteiligten in den Feldmarken des Guts und Fleckens aufgehoben.

C. Bei Benutzung der sämmtlichen den Gemeinheits und Weideberechtigten zu Wibbecke zustehenden Weiderechte galt der Grundsatz, daß jeder Weideberechtigte alles gehaltene Rindvieh sowie sämmtliche Schweine und Gänse in die betreffende Gemeindeherde treiben durften.

Außerdem waren dieselben auf Grund eines Vertrages vom 6. September 1848 befugt, Untertriftsschafe in die Schafherde des Guts Adelebsen einzutreiben und zwar jeder Meier = 12 Stück

jeder Köthner = 6 Stück und

jeder Freie = 3 Stück

wovon jedoch höchstens 1/3 Milchschafe sein durften, die Lämmer wurden ebenfalls in die Gutsherde mit eingetrieben. Während der Herbst- und Winterzeit, wenn die Gutsherden nicht in den Hürden lagen, durften die Wibbecker Gemeinheitsberechtigten ihre Schafe auf die Winterweide vor Wibbecke bringen.

D. Die von den Weideberechtigten Genossenschaften zur Weide gebrachte und berechtigte Stückzahl ist bei den stattgehabten Vergleichsverhandlungen für jede der berechtigten Interessentenschaften auf eine bestimmte Anzahl Weidekühe festgestellt.

 

§ 8

Die summarische Übersicht des von den einzelnen Betheiligten in die Masse eingeworfenen Grundbesitzes

Eine summarische Übersicht des von den einzelnen Betheiligten in die Masse eingeworfenen Grundbesitzes findet sich pag. 4 – 8 der Auseinandersetzungs-Berechnung, auf welche hier Bezug genommen wird.

§ 9

Auseinandersetzung verschiedenartiger Nutzungsrechte.

A. Die Auseinandersetzung der in § 7 nachgewiesenen verschiedenartigen Nutzungsrechte innerhalb des Theilungs-Objects ist durch Schätzung abseiten der erwählten Sachkundigen geschehen wie folgt:

1. Die Weideabgabe vom Ackerlande ist festgestellt:

Tabelle 4:

Für die 2 Classe zu 1/52
3 1/50
4 1/48
5 1/46
6 1/44
7 1/42
8 1/40
9 1/36
10 1/32
11 1/28
12 1/24
13, 14, % 15 1/20

 

 

 

 

2. Die von den Wiesen abzugebenden Weideaequivalente sind festgestellt:

a.) für §7 sub. 3.b. bezeichneten Wiesen zu 1/10 oder 12 QR pro Morgen

b.) für die daselbst sub. 3.c. bezeichneten Wiesen zu 3/20 oder 18 QR pro Morgen

c.) für die daselbst sub. 3.d. bezeichneten Wiesen zu 7/120 oder 7 QR pro Morgen und

d.) für die daselbst sub. 3.e. bezeichneten Wiesen zu 2/15 oder 16 QR pro Morgen

3. Von den sämtlichen wüsten Forstörtern gebührt dem betreffenden Forstherrn nur die Zuschlagsquote von 1/12.

4. Die Auseinandersetzung der Weideaeqivalente unter die einzelnen Viehgattungen betreffend ist von Sachkundigen bestimmt, daß erhalten müssen:

a.) von der Stoppelweide in Berücksichtigung des Vorhuderechtes

der Schweine und Kühe,

die Schafe 3/5

und das übrige Vieh 2/5

b.) von den Weideaequivalenten

a.) von den Wiesen in der Flüte, der Katzigwiese und der Klueswiese die Schafe 2/5 und das übrige Vieh 3/5

b.) von Pfingstanger die Schafe 1/4, das übrige Vieh 3/4.

c.) von den Wiesen Bärenthal

die Schafe 2/5,

die Kühe 3/5

d.) vom neuen Anger und dem großen Platze die

Schafe 1/4

und das übrige Vieh 3/4

c.) von den Aengern (in besonderer Berücksichtigung der Weide mit den Gänsen) die Schafe 2/5

und das übrige Vieh 3/5

d.) von dem Weideaequivalente von den wüsten Forstörtern

die Schafe 3/5

und übrige Vieh 3/5.

B. Die Abfindung der Weiderechte in auswärtigen Feldmarken anlangend, so ist

1. die Weidequote von dem im §7 pos. B. 1. bezeichneten Koppelhude-Reviere im Barteröder Felde vergleichsweise für sämtliche Weiderechte zu 6 Morgen. 111 QR festgestellt, wovon das Gut Adelebsen und die Wibbecker Berechtigten = 3 Morgen 70 QR zum Wert der fünften Klasse der Wibbecker Feldmark erhalten

2. die Abfindung für §7 pos. B. 5. bezeichneten Weiderechte auf der Trift in der Adelebser Guts Feldmark ist zu 10 QR 6. Klasse verglichen

3. die Abfindung für die sonstigen Weiderechte in der Lödingser und Adelebser Feldmark, so wie in den Morast- und Papendiekswiesen – §7 pos. B. 2. 3. und 4. vorstehend – sind bereits in dem Verfahren über die Theilung und Verkoppelung vor Lödingsen, die Aufhebung von Weiderechten in den Feldmarken und Forsten des Guts und Fleckens Adelebsen und die Verkoppelung der Teichbrücken-, Morast-, und Papendieks-Wiesen vor Adelebsen festgestellt.

§ 10

Auseinandersetzung gleichartiger Nutzungsrechte unter den Weideberechtigten Genossenschaften

Der Theilungsmaßstab der zur Weideberechtigten einheimischen und auswärtigen Genossenschaften ist durch Vergleich festgestellt. Dabei ist auf eine Compensation gegenseitiger Weiderechte und momentlich der den Weideberechtigten zu Wibbecke in auswärtigen Feldmarken zustehenden Weiderechte bedacht genommen und auf solche Weise die Abfindung derselben für die ihnen zustehenden Hütungsberechtigungen

in der Feldmark Barterode,

in der Feldmark Lödingsen und

in der Feldmark des Guts und Fleckens Adelebsen

miterreicht.

Die Abfindungen der einzelnen Weideberechtigten von den verschiedenen Revieren sind festgestellt wie folgt:

1. An dem Weideaequivalente von dem Ackerlande hinterm Schloope nehmen Theil die Weideberechtigten zur Barterode

mit …………………………………………………421 Weidekühen

die Weideberechtigten Wibbecker

mit………………………………………………….100 Weidekühen

die von Adelebsensche Gutsschäferei

incl. der Untertriftsschafe

mit………………………………………………….351 Weidekühen


in allem 872 Weidekühen.

2. An dem Weideaequivalente von dem Ackerlande auf der kleinen Breite, der großen Breite, in den Kortjen und im Lerchenfelde nehmen theil

die Weideberechtigten zu Barterode

mit………………………………………………….140 Weidekühen

die Weideberechtigten zu Wibbecke,

einschließlich des denselben von

den Weideberechtigten zu Erbsen

redierten Weiderechts

mit…………………………………………………..86 Weidekühen

die von Adelebsensche Gutsschäferei

mit………………………………………………….351 Weidekühen


in allem 677 Weidekühen.

3. Von dem Weideaequivalente von dem Ackerlande in dem kleinen Felde und dem Seiler-Felde wurden abgefunden:

die Weideberechtigten zu Barterode

für………………………………………………….421 Weidekühe

die Weideberechtigten zu Wibbecke

für………………………………………………….100 Weidekühe

dieselben ferner für das ihnen von den

Weideberechtigten zu Erbsen redierte

Weiderecht

für………………………………………………….209 Weidekühe

die von Adelebsensche Gutsschäferei

für………………………………………………….351 Weidekühe


in allem 1081 Weidekühe

und haben die Weideberechtigten zu Wibbecke von den hier nach ihnen zufallenden Abfindungen an die Weideberechtigten zu Erbsen wieder abzugeben, die nach der Berechnung vom 12. Januar 1866 nachgewiesene Abfindung von 15 QR = 12,50 Thaler.

4. Von dem auf das Weideaequivalent fallenden Betrage der Koppelhudefläche am großen Kuhberge werden abgefunden:

die Weideberechtigten zu Barterode

für …………………………………………………205 Weidekühe

die Weideberechtigten zu Wibbecke

für …………………………………………………100 Weidekühe

die von Adelebsensche Gutsschäferei

für …………………………………………………351 Weidekühe


in allem 656 Weidekühe

5. Von dem Weideaequivalente werden abgefunden:

die Weideberechtigten zu Barterode

für………………………………………………….421 Weidekühe

die Weideberechtigten zu Wibbecke

für …………………………………………………100 Weidekühe


in allem 521 Weidekühe

6. Von dem Weideaequivalente von dem Ackerlande unterm kleinem Kuhberge wurden abgefunden:

das von Adelebsensche Gut zu Adelebsen

für………………………………………………….332 Weidekühe

die Weideberechtigten zu Wibbecke mit

der von Adelebsenschen Gutsschäferei

für …………………………………………………197 Weidekühe


in allem 529 Weidekühe

von dem auf die letzteren fallenden Betrage erhalten:

die Gutsschäferei 3/5 und die Weideberechtigten 2/5.

7. An den Weideaequivalenten von denjenigen Grundstücken auf welchen die Weideberechtigten zu Wibbecke, die Weideberechtigten des Fleckens Adelebsen und des von Adelebsensche Gut zur Hutung berechtigt waren, (dem Ackerlande in der Straut, am Kluesberge, vor den Wiesen und auf der Eseleicke, den Wiesen in der Flüte und dem Anger über den Morastwiesen) nehmen theil:

die Weideberechtigten des Fleckens Adelebsen

mit………………………………………………….256 Weidekühen

das Gut zu Adelebsen

mit………………………………………………….332 Weidekühen

die Weideberechtigten zu Wibbecke und

der Gutsschäferei

mit………………………………………………….197 Weidekühen


in allem 785 Weidekühe

nachdem von dem Anger über den Morastwiese eine Fläche von 3 Morgen 15 QR zur Anlage einer gemeinsamen Trift vorabgenommen.

8. Von den Weideaequivalente von denjenigen Grundstücken, auf welchen die Weideberechtigten zu Lödingsen, die Weideberechtigten zu Wibbecke und die von Adelebsensche Gutsschäferei zur Hutung berechtigt, werden abgefunden:

die Weideberechtigten zu Lödingsen

für………………………………………………….296 Weidekühe

die Weideberechtigten zu Wibbecke

für …………………………………………………100 Weidekühe

die von Adelebsensche Gutsschäferei

für………………………………………………….351 Weidekühe


in allem 747 Weidekühe

9. Die Weideaequivalente von den übrigen Grundstücken in der Feldmark Wibbecke erhalten die Weideberechtigten zu Wibbecke und der nach Wibbecke zu rechnende Theil der von Adelebsenschen Gutsschäferei, nachdem der von die dem Weideberechtigten zu Erbsen für die Weide auf dem Forstorte Osterholz zufallende Abfindung mit 6 Mg 115,4 ©R vorabgenommen ist. Das Theilnahmeverhältniß dieser beiden Berechtigten an den verschiedenen Aequivalenten ist bereits in §9 pos. 4. angegeben.

10. Von den Weideaequivalenten von dem hier mit zur Auseinandersetzungen gegangenen Theile der Feldmark Adelebsen werden abgefunden:

die Weideberechtigten des Fleckens Ade

lebsen

für………………………………………………….256 Weidekühe

die Weideberechtigten zu Wibbecke incl.

der Gutsschäferei

für………………………………………………….197 Weidekühe

das von Adelebsensche Gut

für………………………………………………….232 Weidekühe


in allem 785 Weidekühe,

jedoch ist von dem zur Vertheilung gelangenden Angerboden eine Fläche von 50 QR = 18,10 Thaler zur Erbreiterung des Adelebser – Erbser Weges vorabgenommen.

11. An den Abfindungen der Weideberechtigten zu Wibbecke und der von Adelebsenschen Gutsschäferei von dem Koppelhude Reviere in Lödingsen und Barteroder Felde nehmen theil:

die Adelebsensche Gutsschäferei

mit………………………………………………….351 Weidekühen

die Weideberechtigten zu Wibbecke

mit………………………………………………….100 Weidekühen


in allem 451 Weidekühe

12. Endlich erhalten die Weideberechtigten zu Wibbecke allein

a.) die bereits im verfahren, betreffend der gegenseitigen Weiderechte in den Feldmarken und Forsten des Guts und Fleckens Adelebsen ermittelde Abfindung für die Koppelhuderechte auf den Gutskämpen am Kluesberge, in der Feldmark des Guts, welche das Gut zu leisten hat

b.) die Abfindung für Weiderechte in den Teichbrücken-, Morast-, und Papendiekswiesen, welche bereits bei Verkoppelung dieser Wiesen ermittelt und einzelnen Wibbecker Berechtigten auf ihre Weideabfindung angerechnet ist.

c.) die in diesem Verfahren verglichene Abfindung für das letzte Weiderecht in der Adelebser Gutsfeldmark, auf der Trift, über den Papendieks-Wiesen.

Der bei Verabredung dieser Vergleiche mit den auswärtigen Weideberechtigten gefaßte Beschluß, daß bei diesen Auseinandersetzungen die in der Grundsteuer-Mutter-Rolle angegebenen Größen der weidepflichtigen Grundstücke zum Grund zu legen seien, ist nach dem Protocolle vom 13 Januar 1866 wieder aufgehoben und statt dessen vereinbart, das die nach der Vermessung und Schätzung sich ergebenden Größen und Werthe für die Auseinandersetzungen maßgebend sein sollen. Nur bei der Ermittelung der Abfindung für die Weide(be)rechtigten zu Erbsen, welche vor diesem letzten Beschlusse bereits feststand, sind die in der Grundsteuer-Mutter-Rolle verzeichneten Größe und die vereinbarten Werthe zum Grunde gelegt.

Die hiernach sich ergebenen Abfindungen für die verschiedenen berechtigten Genossenschaften sind pag. 20 – 40 der Auseinandersetzungs-Berechnung speciell berechnet und nachgewiesen und betragen

1.) für das von Adelebsensche Gut

6 Mg 26,6 QR = 374,43 Thaler

2.) für die von Adelebsensche Gutsschäferei incl. der Untertriftsschafe

83 Mg 62,8 QR = 2672,76 Thaler

3.) für die Weideberechtigten zu Wibbecke

66 Mg 101,5 QR = 2184,28 Thaler

4.) für die Weideberechtigten der Fleckens Gemeinde Adelebsen

4 Mg 35,0 QR = 265,48 Thaler

5.) für die Weideberechtigten zu Barterode

40 Mg 94 QR = 1347,49 Thaler

6.) für die Weideberechtigten zu Erbsen

7 Mg 10,4 QR = 83,45 Thaler

7.) für die Weideberechtigten zu Lödingsen

67,3 QR = 11,62 Thaler.

Diese Abfindungen haben dann folgende Aenderungen erlitten:

a.) von der Abfindung des Guts zu Adelebsen für die den Weideberechtigten zu Wibbecke herauszugeenden Beträge für die Weideabfindung von den Gutskämpen am Kluesberge

ad…………………………………………………..15,1 QR = 11,33 Thaler

und die Abfindung von dem Anger

Übertrag:

über den Papendiekswiesen

ad…………………………………………………..10,0 QR = 10,00 Thaler

in allem 25,1 QR = 21,33 Thaler

abgesetzt.

b.) Von der Abfindung des Guts für dessen Schäfereiberechtigung in der Feldmark Wibbecke und den Antheilen an den übrigen hier in Frage gekommenen Weideaeqivalenten, ist die § 11 nachgewiesene Abfindung der Untertriftsberechtigten abgesetzt und der dem Gute bleibende Rest mit der übrigen Weideabfindung vereint.

c.) Von der Abfindung der Weideberechtigten zu Barterode ist der Betrag der Abfindung der Weideberechtigten zu Wibbecke für die Koppelhudeberechtigung im Barteroder Felde gekürzt und ist

d.) die Abfindung der Weideberechtigten zu Lödingsen bei der Regulierung der Grenzen der Feldmark Wibbecke gegen die Feldmark Lödingsen, der letzteren beigelegt.