Luftkühlung

Luftgekühlte Motoren

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Luftk%C3%BChlung#Luftgek.C3.BChlte_Motoren)

Ein prinzipieller Nachteil der Luftkühlung gegenüber der Wasserkühlung besteht darin, dass der Wärmeübergangskoeffizient zwischen Luft und einem Festkörper um etwa den Faktor 50 bis 100 niedriger ist als der Wärmeübergangskoeffizient zwischen Wasser und einem Festkörper. Die Luftkühlung erfordert daher eine größere Kontaktfläche zwischen beiden Medien (die gegebenenfalls durch Kühlrippen erhöht werden kann) und höhere Strömungsgeschwindigkeiten (die gegebenenfalls durch ein Kühlgebläse sichergestellt werden können) als die Wasserkühlung.

Verbrennungsmotoren

Hauptartikel: Kühlung (Verbrennungsmotor)

Luftführung beim VW-Käfer
(blau – Kaltluft, rot – Warmluft)

Im Gegensatz zu wassergekühlten Motoren kann ein luftgekühlter Motor bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht durch Gefrieren des Kühlwassers bzw. der Kühlflüssigkeit platzen und bei zu hohen Temperaturen nicht überkochen, weil kein Kühlwasser bzw. keine Kühlflüssigkeit vorhanden ist. Bei Lastkraftwagen ist der Wirkungsgrad der Luftkühlung dem der Wasserkühlung überlegen, weswegen Lkw mit luftgekühlten Motoren einen geringeren Kraftstoffverbrauch haben als Lkw mit wassergekühlten Motoren gleicher Leistung.

Da bei Pkw mit luftgekühlten Motoren ein leistungsstarkes Kühlgebläse erforderlich ist, das mehr Leistung als die Wasserpumpe einer Wasserkühlung erfordert, ist der Gesamtwirkungsgrad von luftgekühlten Motoren in Pkw schlechter als der von wassergekühlten Motoren. Auch sind luftgekühlte Verbrennungsmotoren allgemein recht laut und eine leistungsfähige Innenraumheizung ist nur schwer zu realisieren. Darüber hinaus hängt die Betriebstemperatur und damit auch die Leistung und der Verbrauch eines luftgekühlten Motors stärker von der aktuellen Außentemperatur ab, weswegen viele luftgekühlte Fahrzeuge noch über einen Ölkühler mit Thermostat verfügen. Außerdem treten bei Luftkühlung höhere Temperaturen als bei Wasserkühlung auf, wodurch die Einhaltung von modernen Abgasvorschriften erschwert wird. Luftgekühlte Motoren werden daher bei Kraftfahrzeugen immer seltener verwendet.

Automobile wie der Porsche 911, der VW Käfer, der Trabant und der Citroën 2CV, aber auch Lastkraftwagen von Magirus-Deutz, Robur und Tatra wurden mit luftgekühlten Motoren ausgerüstet. Bei Motorrädern findet man luftgekühlte Motoren auch heute noch recht häufig. Firmen wie Harley-Davidson, Buell, Ducati, Moto Guzzi oder BMW haben zahlreiche Modelle mit Luftkühlung im aktuellen Programm. Weitere Anwendungen des luftgekühlten Motors sind in PropellerFlugzeugen und in RC-Cars mit Verbrennungsmotor.

  • Dieses Bild zeigt das mächtige Lüfterrad des luftgekühlten Motors hinter dem Kühlergrill eines Magirus-Deutz Lkw

  • Luftgekühlter Motor unter der „Alligatorhaube“ eines Magirus-Deutz Rundhaubers

  • Luftgekühlter Motor von VW im Querschnitt

  • Luftgekühlter Porsche-Motor im Typ 550 Spyder

  • Luftgekühlter V2-Motor eines Buell XB-Modells

  • Luftgekühlter Vierzylinder-Reihenmotor einer Yamaha XJR 1300

Schreibe einen Kommentar