Die Deutsche Demokratische Republik

Die Deutsche Demokratische Republik wurde am 7. Oktober 1949 als „sozialistischer Arbeiter- und Bauernstaat“ proklamiert – drei Wochen nachdem sich die Bundesrepublik Deutschland als eigener Staat konstituiert hatte und Konrad Adenauer zum ersten deutschen Bundeskanzler gewählt wurde. An diesem Tag wurde die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik in Kraft gesetzt, die bereits seit Oktober 1948 vorlag.

Die DDR war eine Volksdemokratie, das heißt, neben der SED wurden auch bürgerliche Parteien geduldet, die mit ihr in der (offiziell am 7. Januar 1950 konstituierten) Nationalen Front eng zusammenarbeiteten. Der Ministerrat bildete formell die Regierung der DDR, war aber dem Politbüro der SED – dem eigentlichen Machtzentrum – untergeordnet. Walter Ulbricht war Mitglied des Politbüros, zudem seit 1950 Generalsekretär des Zentralkomitees der SED. Die eigentliche Macht lag in den Händen der Sowjetische Kontrollkommission unter dem Oberkommandierenden der Gruppe der Sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland.

Bei den Volkskammerwahlen konnte die Bevölkerung nur der Einheitsliste der Kandidaten der Nationalen Front zustimmen. Die Wahl, die die seither üblichen 98 Prozent Wahlbeteiligung und 99,7 Prozent Zustimmung erbrachte, wurde als offene Wahl praktiziert: Die meisten Wähler verzichteten darauf, die im hinteren Teil des Wahllokals aufgestellten Wahlkabinen zu benutzen.

Die Wirtschaft wurde nach den Grundsätzen der Zentralverwaltungswirtschaft durch die Staatliche Planungskommission gesteuert.1949 trat ein Zweijahresplan in Kraft, 1951 folgte der erste Fünfjahresplan. Neben den prinzipiellen Mängel der Planwirtschaft trugen auch die Reparationen, die die DDR an die Sowjetunion zu leisten hatte, und der Kapitalmangel dazu bei, dass das Wirtschaftswachstum geringer ausfiel als das der Bundesrepublik.  Lebensmittel blieben daher bis 1958 rationiert, während man in der Bundesrepublik schon seit 1950 keine Lebensmittelmarken mehr zum Einkaufen brauchte.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/DDR#Gr.C3.BCndung.2C_Aufbau_des_Sozialismus_und_Mauerbau)

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17. Juni 1953 Aufstand der Arbeiter

Brecht schrieb anlässlich zum 17. Juni folgenden Text:
Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?

Der Mauerbau 1961

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