Industrialisierung – Soziale Lage der Arbeiter

Zu Beginn des 19.Jhr. war England die führende Industrienation. Die deutschen Länder waren eher ländlich strukturiert. Landwirtschaft und Handwerkswesen waren vorwiegende  Erwerbsquellen für die Bevölkerung.

Weil England im Gegensatz etwa zu Italien oder Deutschland ein geeintes Land war, besaß es einheitliche Steuern, Zölle und eine einheitliche Währung. Es war seit der Glorious Revolution 1688/89 eine konstitutionelle Monarchie, während auf dem Kontinent außer in Frankreich und wenigen Verfassungsstaaten der Absolutismus noch dominierte. Mit Hilfe der konstitutionelle Monarchie konnten Bürgertum und Adel für die Industrialisierung förderliche Rahmenbedingungen schaffen. Insbesondere wurde die Gewerbefreiheit durchgesetzt.

Da das Deutsche Reich in viele Staaten und Kleinstaaten zersplittert war, gab es viele wirtschaftliche Hemmnisse, die ein Aufkommen einer Industrie behinderten. Nehmen wir einmal an, ein Industrieller, der im Königreich Württemberg lebte, wollte sich eine neue Dampfmaschine aus England kommen lassen. Dann musste er diese Maschine durch 6 verschiedene deutsche Staaten schicken lassen. Jeder Staat verlangte für die Einfuhr und Ausfuhr dieser Maschine Gebühren – das wurde ganz schön teuer. Der Handel mit den Waren, die auf dieser Maschine hergestellt wurden, war durch die vielen Landesgrenzen und den dadurch erhobenen Zöllen teuer und eingeschränkt.

Auch hatte jedes deutsche Königreich und Fürstentum seine eigenen Gewichte, Maße und sein eigenes Geld. Das führte dazu, dass der Handel über die Landesgrenzen hinweg erschwert wurde.

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Wie eine Dampflokomotive funktioniert

Dampflokomotive

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Wie wir zu Fabrikherren und Arbeitern wurden

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Wohnzimmer des Bürgertums

Arbeiter vor ihren Wohnungen

  • Mietskasernen
Quelle: Entdecken und Verstehe, Cornelsen Verlag, Berlin 1995, S. 156

Grundriss

Quelle: Entdecken und Verstehe, Cornelsen Verlag, Berlin 1995, S. 156

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